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Miniaturen bemalen – welche Brettspiele eignen sich?

Miniaturen bemalen von Rising Sun

Miniaturen zu bemalen ist längst nicht nur in der Tabletop-Szene verbreitet, auch viele Brettspiele werden durch eine schöne Bemalung optisch aufgewertet. Es gibt jedoch ein paar Dinge zu beachten, wenn man Miniaturen bemalen möchte. Deswegen stelle ich euch hier geeignete Brettspiele und die wichtigsten Schritte vor, um Figuren zu bemalen.

Brettspielfiguren haben im Gegensatz zu Tabletop-Figuren die Besonderheit, dass sie meistens aus Plastik und nicht aus Zinn sind. Dennoch kann man mit gängigen Tabletop-Utensilien ihnen auch hervorragend Farbe verleihen.

Übrigens: Farben, Gestaltungsmittel und Utensilien wie Pinsel findet ihr natürlich
auch bei uns im Brettspielgeschäft.Berlin

Miniaturen bemalen

Inzwischen gibt sehr viele Brettspielen mit tollen, hochwertig gearbeiteten und detailreichen Figuren. Diese Miniaturen lassen sich hervorragend bemalen. Gerade bei epischen und schön gestalteten Spielen, die meistens auch in einem höheren Preissegment liegen, kann man mit bemalten Miniaturen das Spielerlebnis noch deutlich steigern.

Geeignete Brettspiele zum Miniaturen Bemalen

Miniaturen bemalen Blood RageZuallererst denke ich hier an die Spiele von Eric M. Lang wie Blood Rage und Rising Sun. Epische Schlachten mit Wikingern und Trollen oder respektive Samurai und dämonische Oni wirken durch bemalte Miniaturen gleich nochmal eindrucksvoller.

Bei den Völkerfiguren gilt es hier allerdings auch auf die Spielübersichtlichkeit zu achten und nicht zu bunt zu gestalten.

Weitere Brettspiele, die sich eignen, um Miniaturen zu bemalen:

Einige Spiele haben zwar Miniaturen, diese Spiele sind aber nicht so hochwertig und detailreich gestaltet. In der Regel bieten sie sich also nicht zum Bemalen an. Bei Der Ringkrieg habe ich mich dennoch dafür entschieden, denn zum einen mag ich das Spiel sehr und möchte es aufwerten, aber zum anderen finde ich die Völker so viel übersichtlicher. Zuvor konnte ich kaum die einzelnen Fraktionen unterscheiden, also oft ist auch Pragmatismus ein Grund.

 

5 Tipps für Einsteiger: Miniaturen bemalen

Bei so vielen Inspirationen möchtet ihr bestimmt gleich loslegen. Nun geht es aber an’s Miniaturen bemalen – hier sind meine fünf Tipps für Einsteiger:

 

1. Vorbereitung

Figuren bemalen braucht Zeit und Übung. Schafft euch also einen gut ausgeleuchteten Platz, an dem ihr bequem und rückenschonend arbeiten könnt. Zur Vorbereitung gehören auch gute Utensilien, wie Acrylpinsel, Farben, eine Farbpalette, eine Unterlage und eventuell eine Halterung, wie einem alten Plastikdeckel, auf der ihr die Figuren mit Knete oder ähnlichem fixieren könnt.

Auch die Miniaturen bedürfen Vorbereitung, vor allem wenn ihr schon mehrmals mit ihnen gespielt habt. Um Staub und Fett abzuwaschen, könnt ihr sie in ein mit Spülmittel angereichertes Wasserbad legen und auf jeden Fall danach richtig gut trocknen lassen.

2. Grundierung

Vor allem bei Plastik ist eine Grundierung sehr wichtig. Am einfachsten sind dunkle oder schwarze Grundierlacke als Spraydose. Ich nehme immer einen Schuhkarton, in dem ich die Figur von allen Seiten gut besprühen kann. Die Acrylfarbe ist elastisch und so gut geeignet für Weichplastikfiguren, schafft aber trotzdem genug Halt für weitere Farbschichten.

3. Bemalen

Lasst die Grundierung auf jeden Fall gut trocken. In jedem Fall mehrere Stunden. Danach könnt ihr mit dem Bemalen loslegen. Überlege dir am besten schon vorher, welche Hauptfarben zu der Figur passen würden und welche Akzentfarben gut damit einhergehen. Drei Hauptfarben festzulegen, sind eine gute Faustregel, damit es am Ende harmonisch und nicht zu chaotisch wird – die historische Kavallerie soll am Ende ja nicht aussehen wie eine Horde Zirkusclowns.

Am leichtesten wird es, wenn man mit den schwer zu erreichenden sowie mit den großflächigen Stellen startet und sich gemächlich vorarbeitet. Pinsel verschiedener Größen helfen bei unterschiedlichen Stellen sehr.

Nicht wundern, wenn das Farbergebnis nicht beim ersten Auftragen wie gewünscht ist. Lasst lieber die Farbe trocken und tragt weitere dünne Schichten auf, anstatt mit einer dicken Schicht zu arbeiten.

4. Schattierung

Das Spiel aus Licht und Schatten haucht Figuren erst Leben ein und lässt sie dynamisch wirken. Schattierung ist daher eigentlich ein Muss, aber zugegebenermaßen nicht ganz einfach.

Figuren bemalen Rising Sun Wasserdrache

Es gibt Schatterierungslacke, in die man Miniaturen eintauchen kann und dann den eingedrückten Stellen Schatten wirft. Das ist wenn es schnell gehen muss oder es sich um wirklich sehr viele Figuren handelt, sicherlich nicht schlecht, aber wie bei so vielem ist handgemacht aber schöner.

Für die Schattierung mischt man die Grundfarbe mit je weiß und schwarz eine Nuance heller beziehungsweise dunkler. An den eingekerbten Flächen, zum Beispiel bei einem Falten schlagenden Mantel, trägt man dünn die dunkle Schicht auf, an den herausragenden Stellen, die hellere Nuance. Kleidung, Haare, Muskeln und andere Oberflächen erscheinen so deutlich mehr dreidimensional.

5. Überlack

Figuren bemalen ist viel Aufwand. Umso wichtiger das Kunstwerk am Ende schützen. Ich verwende hauptsächlich matte Überlacke, um meine Miniaturen am Ende zu versiegeln.

Fertig 🙂

Welche Figuren habt ihr schon bemalt? Schreibt es gerne in die Kommentare?

Miniaturen bemalen Blood Rage

Blood Rage-Riese – bemalt von Carlos

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