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Lockdown – Wir bleiben zu

Brettspielgeschäft.Berlin geschlossen Wir können ab Dienstag, dem 9. März 2021 für sogenanntes “Click & Meet” öffnen. Gemeint ist das Einkaufen nach Terminbuchung und für ein festgelegtes Zeitfenster, für eine begrenzte Kundenzahl. Das werden wir nicht machen: Lockdown – wir bleiben zu.

Was wir dürfen

Corona-Vorschriften

Bild von Markus Winkler auf Pixabay

Im Brettspielgeschäft dürfen wir drei Besucher gleichzeitig einlassen, wenn sie vorher einen Termin gebucht haben. Diese Buchung muss für einen festen Zeitraum erfolgen. Jeder Besucher zählt mit, auch Kleinkinder und Säuglinge. Dazu kommt noch eine Anwesenheitsdokumentation. Da unsere Besucher im Durchschnitt eine halbe Stunde bleiben, wäre der jeweilige Zeitraum zwanzig oder dreißig Minuten lang. Manche Gäste bleiben aber auch zwei Stunden, viele gehen nach zehn Minuten. Das ist nicht planbar. Möchte der Besucher länger bleiben – geht nicht. Wenn der Kunde nach fünf Minuten geht, bleibt der Rest des Zeitfensters ungenutzt.

Wie  wir bisher auf die Corona-Krise reagiert haben

Lockdown

Bild von J Garget auf Pixabay

Als wir nach dem ersten Lockdown, Ende April 2020, wieder öffnen konnten, galt der Richtwert von einer Person auf 20m². Das waren nach Anmietung weiterer Räume für Lager und Büro sowie Ausbau der alten Lagerräume zum Verkaufsraum zwei Mitarbeiter und vier Besucher. Es war teuer, und der Geschäftsbetrieb war gerade kostendeckend. Nun gelten neue Regeln, Terminvergabe, Anwesenheitsdokumentation, aber auch gestiegene Anforderungen an Hygiene und Arbeitsschutz erhöhen die Personalkosten deutlich, bei weniger Kunden. Gerne würden wir wieder öffnen, ihr fehlt uns. Aber unsere Mittel sind erschöpft, für die Banken geht es uns zu schlecht, für staatliche Hilfe geht es uns zu gut. Und für den Staat “Bundesrepublik in Deutschland” sind wir irrelevant. Lockdown – Wir bleiben zu.

Kultur: Irrelevant. Gastronomie: Irrelevant. Einzelhandel: Irrelevant.

Fake News Lockdown

Bild von Wokandapix auf Pixabay

Die Kultur, die Kinos, Theater, die Opern. Die sind doch wichtig, die werden gebraucht? Falsch – der Anteil der Kultur an der Bruttowertschöpfung liegt bei unter einem Prozent. Die Gastronomie, die Frittenbude, die Kantine, der Spitzengastronom. Die sind doch wichtig, die werden gebraucht? Falsch – der Anteil des Gastgewerbes an der Bruttowertschöpfung liegt bei 1,6%. Der Einzelhandel, die Geschäfte, der Fachhandel. Die sind doch wichtig, die werden gebraucht? Falsch – der Anteil des Einzelhandels an der Bruttowertschöpfung liegt bei ungefähr 10%, da sind die Lebensmittel-Discounter und wahrscheinlich der gesamte Onlinehandel, also auch Amazon, schon drin enthalten.

Exkurs: Für das große Ganze muss jeder Opfer bringen

Die MacherDie Bundesrepublik in Deutschland, die Ministerpräsidenten der Länder und die Verwaltung bringen ein großes Opfer: Sie opfern zehntausende Existenzen, hunderttausende Arbeitsplätze. Es sind ja nicht die eigenen. Die im März des letzten Jahres von Bundesfinanzminister Olaf-Wirecard-CumEx-Scholz angekündigte Hilfe mit der Bazooka kommt nicht an. Naheliegend, dass es auch nicht gewollt war, den Betroffenen zu helfen: Sie sind irrelevant.

Wie rechnen die Finanzexperten – alles Spekulation

Milchmädchenrechnung im Lockdown

Bild von Couleur auf Pixabay

Eine Milchmädchenrechnung: Wenn Kultur, Gastronomie, Einzelhandelsgeschäfte das ganze Jahr geschlossen sind, dann sind das mehr als zehn Prozent der Wertschöpfung, doppelt so viel wie in der Finanzkrise 2008. Schon falsch, denn der Lebensmittelhandel, Buchhandel, Onlinehandel ist ja offen. Außerdem ist kein Krieg, Sachwerte werden nicht physisch zerstört. Nur ihr Geldwert wird geringer. All die Ladeneinrichtungen und Gaststätteneinrichtungen werden vom Vermieter in der Zwangsversteigerung verwertet, anschließend eröffnet ein neues Café, ein neuer Laden, eine neue Gaststätte. Selbst wenn alle geschlossenen Betriebe in der Insolvenz landen, hat das volkswirtschaftlich weniger Schaden zur Folge wie das politische Versagen in der Finanzmarktkrise.

Corona-Hilfen – Die Konjukturprogramme

Konjunkturprogramm

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Neben den medienwirksamen Milliardenhilfen für die Lufthansa gab im Frühjahr 2020 Zuschüsse und Darlehen für kleine und mittlere Betriebe. Während das Geld für die Lufthansa weg ist, trotzdem gab es Massenentlassungen, sieht es bei seriösen Betrieben anders aus: Wer etwas bekommen hat, muss das meiste zurückzahlen. Und die Hilfsprogramme seit dem Herbst 2020 haben eines gemeinsam: Sie müssen von einem Steuerberater oder einem Wirtschaftsprüfer gestellt werden. Sie sind ein Konjunkturprogramm für Steuerberater. Die sogenannten ersten Lockerungsschritte des Bund-Ländertreffens der letzten Woche sind ein weiteres Konjunkturprogramm: Nämlich für Insolvenzverwalter.

Lockdown – Wir bleiben zu. Wie geht es weiter?

Da wir den für eine Öffnung unter den neuen Bedingungen nötigen Aufwand nicht tragen können, verlängern wir den Lockdown. Bis wir mindestens eine Person auf 20m² einlassen dürfen. Die Wartezeit bis zur Wiedereröffnung könnt ihr euch mit einem Besuch im Onlineshop des Brettspielgeschäft.Berlin und des Puzzlegeschäft.Berlin vertreiben. Abholung Montag bis Samstag von 11:00 Uhr bis 20:00 Uhr. Das ist auch viel gesünder, bei den Warteschlangen im Dezember hatte ich ein verdammt mieses Gefühl. Und selbst wenn wir jetzt öffnen würden, in zwei Wochen ist doch alles wieder zu.

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Wenn Sie auch gerne puzzeln, schauen Sie auf jeden Fall einmal im Puzzlegeschäft.Berlin vorbei!